Keine leichten Botschaften.

SPD empfängt Gäste zum neuen Jahr

Wenn von diesem Neujahrsempfang der Sozialdemokraten eine Botschaft ausgehen sollte, dann die: Nicht verzagen, sondern wagen. Das fällt nicht jedem Sozi leicht in diesen Tagen.

Hatte er recht, der Luther?

Auf ein Neues. Anstoß mit Gästen

Da musste selbst Landrat Götz Ulrich (CDU) schmunzeln und Beifall klatschen. SPD Kreisvorsitzender Rüdiger Erben hatte eingangs seiner Rede Luther zitiert: „Aus einem verzagten Arsch kommt kein fröhlicher Furz“. Erben sprach gerade über den Zustand der SPD und die Auseinandersetzung ob nun  GroKo oder nicht GroKo aus seiner Sicht. Zu dem Hin und Her der letzten Monate könnte man Luther auch anders zitieren: „Des Menschen Herz ist wie Quecksilber, jetzt da, bald anderswo, heute so, morgen anders gesinnt.“ Diesen Eindruck jedenfalls könne man momentan vom Herzen der SPD, wenigstens von deren Führung haben, war in Gesprächen mit Gästen des Neujahrsempfangs im Naumburger Turbinenhaus zu hören. Aus Erbens Sicht sei zwar der schnelle Ausschluss einer Regierungsbeteiligung noch am Wahlabend ein Fehler gewesen. Dennoch sähe er die im Sondierungspapier beschriebenen Linien und Schwerpunkte als gute Voraussetzung für Koalitionsgespräche und hoffe auf ein Ja des Parteitages am Sonntag. „Ich sehe sehr viele Punkte, die das Land voran bringen und den Menschen nützen,“ so Erben.

Engagiert für Bildungsgerechtigkeit-Petra Grimm-Benne

Petra Grimm-Benne, leidenschaftlich und authentisch
Petra Grimm-Benne, leidenschaftlich und authentisch

Prominenteste Rednerin war Petra Grimm-Benne. Die Ministerin für Arbeit, Soziales und Integration ficht für ihre Ziele. Das sei in der Kenia-Koalition nicht immer leicht, aber sie und die SPD hätten sich in einigen wichtigen Punkten doch durchgesetzt. „Was für Rüdiger Erben die Feuerwehr ist für mich die Kinderbetreuung“…schmunzelt Grimm-Benne. Sie trete vehement dafür ein, dass jedes Kind die gleichen Chancen auf Bildung im Land haben solle. Dazu zählt sie unabdingbar die frühe Kinderbetreuung. In der Frage gebührenfreie KITA sieht die Ministerin mit Blick nach Berlin auch den Bund in der Pflicht.
Zu guter Betreuung gehörten für sie auch gut qualifizierte und ordentlich bezahlte Erzieherinnen ebenso, wie ordentliche Ausstattungen und ein lückenloses Angebot für junge Eltern.

Hartmut Pleß

Viel Lob für’s Ehrenamt

Keine Rede ließ aus, auf die Wichtigkeit der ehrenamtlichen Arbeit in der Kommunalpolitik hin zu weisen. Es sei eben so, dass sich ehrenamtliche in Gemeinderäten und kommunalen Funktionen zu ihrer Heimat bekennen. Das hat ohne Zweifel große Bedeutung in unserer Demokratie.

Ein solcher Ehrenamtlicher, der sich bereits mehr als 20 Jahre in Gemeinderäten engagiert ist Hartmut Pleß. Er trat vor wenigen Tagen der SPD bei und erhielt zum Neujahrsempfang sein Parteibuch. Sozusagen symbolisch für weitere Neumitglieder in den letzten Monaten. Denn die Burgenlandkreis-SPD kann sich über Zuwachs nicht beklagen. Wie hieß doch gleich die Botschaft?: Nicht verzagen sondern wagen!

Kunstwerk Turbinenhaus

Über Reiner Eckel 51 Artikel
Jahrgang 53, seit 1993 Mitglied der SPD. Webzwonullenthusiast und Kolumnist auf ZeitzOnline.de

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